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Serum fürs Gesicht: Wirkung und Anwendung

Leichte Textur und unglaubliche Wirkung - nicht umsonst ist Gesichtsserum (Booster, Serum-Konzentrat, engl.: Facial Serum) eines der populärsten Beauty-Produkte auf dem aktuellen Kosmetikmarkt.

Wer ein Gesichtsserum selbst herstellen möchte, soll sich nicht davor fürchten, denn die Technologie dahinter ist um einiges einfacher als die der Cremeherstellung! Warum ist es dann so teuer?

Gesichtsserum: Schönheit um jeden Preis

Das Preis-Geheimnis steckt hinter den wertvollen Rohstoffen. Dazu kommt noch eine hohe Nachfrage nach diesem “Wundermittel”, die bekanntermaßen auch den Preis diktiert. Und Marketing. Jede Menge Marketing inklusive blendend schöner Verpackung. Diese luxuriösen Fläschchen mit Pipetten aus Glas sind extremst “ansteckend” und verursachen bei so machen Frauen KKS (Kosmetik-Kaufsucht).

Serum fürs Gesicht: Wirkung

Viele Preise für gerade mal 100 ml Serum überschreiten den Betrag von € 300, manche sogar die Grenze von € 800. Tja, Schönheit muss leiden zahlen! Wer viel weniger ausgeben will, sollte sich ein Gesichtsserum selber machen.

Was ist Serum? Anwendung

Ein Gesichtsserum ist keine Haupt-, sondern eine Zusatzpflege / Intensivpflege. Es hat eine sehr leichte bis flüssige Konsistenz, enthält meist keine Fette (Ausnahmen sind manche Antiaging-Seren), dafür aber Enhancers, und ist gleich mit mehreren hochdosierten Wirkstoffen angereichert. Die hohe Konzentration ist der Grund dafür, dass Gesichtssera nur kurzzeitig angewendet werden können: normalerweise eine Kur von 2-8 Wochen alle 3-5 Monate, je nach Alter, Zielen und Hautzustand. Frauen um die 50+ dürften Behandlungen gegen welkende Haut deutlich häufiger durchführen als die 20-30-jährigen.

Ein Serum hat eine spezielle Wirkung, die auf Beseitigung eines Problems fokussiert ist. Es gibt aber auch Multi-Action-Seren.

Der Verbrauch von Sera fürs Gesicht aufgrund der Konsistenz sehr sparsam - man braucht nur 1 bis 2 Tropfen davon oder 1-2 Sprühstöße aus der Sprühdose.

Man verwendet es:

  • Nach Reinigung der Haut
  • Besser auf die leicht feuchte Haut
  • Morgens oder Abends, oder auch 2 Mal täglich.
  • 1-2 Tropfen auf der Haut verteilen, bis es einzieht. Das Mittel lässt sich leicht zwischen den Fingern und im Gesicht verteilen und zieht rasch ein.

Im Winter, bevor du das Zuhause verlässt, solltest du dein Feuchtigkeitsserum 40-45 Minuten vorher auftragen. Dasselbe betrifft alle hydrierenden Cremes. Bei Minustemperaturen verwende lieber schützende Gesichtscremes, ob allein oder als zweite Schicht.

Apropos Schicht. Normalerweise wird es als “Unterlage” für eine Creme (ein Gesichtsöl), seltener als einziges leichtes Pflegemittel eingesetzt, d.h. Serum statt Creme.
Die erste Wahl soll die Wirkung des darauffolgenden Produktes verstärken.
Die zweite Variante ist für fettige Haut gut, aber verwende ölfreie Produkte nicht dauerhaft - die Haut braucht trotzdem Fette.

Da ich mein Gesicht (Mischhaut) nun mit Pflanzenölen reinige, nehme ich sozusagen die erste Variante umgekehrt: zuerst Öl, aber mit Wasser, dann erst Serum. Damit es klar wird, verrate ich den ganzen Prozess:

  1. Ein Kosmetikpad unter dem Leitungswasser nass machen, auspressen, aber nicht zu trocken machen. Das ist die bequemste Variante, wenn ich gerade keinen Tonic habe. Alternativ kann ich auch etwas Tonikum auf das Kosmetikpad spritzen - ist wirksamer und angenehmer. Zudem entfernt das Gesichtswasser die Kalkreste vom Leitungswasser.
  2. Einige Tropfen Pflanzenöl darauf geben: Avocadoöl, Aprikosen-, Sesam- oder Traubenkernöl. Du kannst jedes beliebige nehmen, das zu deiner Haut passt. Ich verwende ein qualitatives kaltgepresstes Olivenöl - es ist günstig und macht meine Haut sehr geschmeidig. Manchmal Avocadoöl, zu Abwechslung.
  3. Gesicht, Hals und Dekolleté mit diesem feucht-öligen Kosmetikpad reinigen. Ich drehe es dann um und wiederhole die Prozedur mit einer neuen Portion Öl.
  4. Gesichtsserum auf die frisch gereinigten und leicht feuchten Bereiche vom Gesicht bis zum Dekolleté auftragen. Fertig! Nun kann ich ich arbeiten oder schlafen gehen - perfekte Gesichtspflege für Tag und Nacht.

Diese Reinigungsart gefällt mir sehr, weil sie zeitsparend ist und trotzdem alle Unreinheiten entfernt. Wasser entfernt Schweiß und Öl macht die Talg-Reste weg. Natürlich reinigt die herkömmliche Methode (Oil-Cleansing-Method) effektiver bzw. auch die Poren von innen, aber dafür mache ich regelmäßig Gesichtsmasken mit Kaolin und Peelings.

Wirkung des Gesichtsserums

Mit Hilfe eines guten Serums fürs Gesicht kannst du erstaunliche Ergebnisse erzielen: das Gesicht strahlen lassen, die Hautfarbe verschönern, Pickel loswerden, Entzündungen hemmen, Poren verfeinern, Pigmentflecken aufhellen, Falten / Krähenfüße reduzieren

Enhancers

Damit die Wirkung erreicht wird, braucht es ein spezielles Transportsystem, das Wirkstoffe in die tiefere Hautschichten bringt. Dieses System besteht aus niedermolekularen Wirkstoffen und (oder) Enhancers. Die letzten sind die kosmetischen “Leiter”. Ein natürliches Beispiel dafür ist die Omega-9-Fettsäure Oleinsäure, auch Ölsäure genannt - eines der Bestandteile des Olivenöls.

Wirkeintritt des Gesichtsserums

Die aktiven Komponenten dringen in die tieferen Hautschichten ein und entfalten ihre volle Wirkung erst nach 2 bis 6 Wochen, abhängig vom Behandlungsplan. Anders sind Seren mit sofortiger, manchmal nur optischer Wirkung, die schon nach der ersten Anwendung die Haut “retuschieren”. Die Hauptrolle übernehmen dabei, beispielsweise, die feuchtigkeitsspendende Hyaluronsäure oder Mica - das Mineral mit schimmerndem Effekt.

Welches Serum zeigt die beste Wirkung und was ist drinnen?

Zweifellos ist das beste Serum jenes, welches auf die Bedürfnisse deiner Haut eingeht. Es hängt auch von deinen Zielen ab, was du wählst.

Welche Arten von Seren gibt es?

Beispiele:

  1. Anti-Akne-Serum mit Aloe Vera
  2. beruhigendes Gesichtsserum mit Allantoin
  3. Feuchtigkeitsserum mit Hyaluron (Natriumhyaluronat) und / oder NMF (natural moisturizing factor)
  4. Serum mit Lifting-Effekt
  5. Antiaging-Gesichtsserum mit Hagebuttenöl, Johannisbeersamenöl oder Macadamiaöl
  6. Vitamin-C-Serum mit antioxidativer Wirkung
  7. Augenserum etc.

Außerdem gibt es Komponenten, die allgemein als besonders effektiv gelten und fester Bestandteil vieler Kosmetikprodukte sind: zahlreiche Extrakte, Kollagen, Hyaluronsäure und Vitamine - C, E und A. Meine Favoriten sind Hyaluronsäure und Vitamin A (Retinol) - als Feuchtigkeitsspender, Mittel gegen Pickel und erste Anzeichen welkender Haut. Retinol stimuliert die Zellregeneration. Ah ja, die Allround-Kosmetik-Zutat D-Panthenol darf hier auch nicht fehlen!

Ziemlich jede Kosmetikzutat kann man heute kaufen. Was heißt das für uns? Selbstverständlich, das Natürliche selber machen! Darüber hinaus können wir Wirkstoffe hinzufügen, die in einem industriellen Gesichtsserum nur schwer zu finden sind, Hydrolate und ätherische Öle, zum Beispiel.

Schau bei mir ab und zu vorbei und du wirst einige leichte Rezepte finden - sowohl fürs Gesichtsserum als auch für andere günstige DIY-Kosmetik-Produkte.